Zum anarchischen Klosterleben rief Betreiber Frank am Ostersamstag 1995 zum ersten Mal.
Inzwischen schart er Abend für Abend eine treue Fangemeinde um sich: Lack und Leder, Tattoos und Piercings gehören zum Styling der Gäste wie Jesus-Statuen, Kreuze und eine dem Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle nachempfundene Wandmalerei zur Inneneinrichtung. Eine barbusige, gepiercte Schaufenster-Puppe im Nonnen-Dress wurde sogar mal von der Polizei konfisziert. Zu Unrecht. Drei Wochen später war die Kunststoff-Lady wieder da.
Voll ist es und so schwül, daß die Scheiben beschlagen. DJ Vladimir läßt Indie-Gitarren auf die Gäste niederprasseln. Mittendrin Andrea und Daniel, ziemlich gutgelaunt: «Wir machen heute Party, sind halt unterwegs.» Um richtig exzessiv zu feiern, wechselt das Kloster in größere Räume, lädt zur «Beautiful Freak Night» im Hirsch oder läßt mit Zeitloch-Paulchen das gesamte Nürnberger K 4 beben.