Je lauter, desto besser? Nicht unbedingt. Die Lieblingsplätze auf dem Annafest sind nicht zwangsläufig diejenigen, bei denen die Musik-Anlagen bis zum Anschlag aufgedreht werden. In Teil 4 der Serie verrät Stadtförster Alexander Taran, wo er das Annafest am meisten genießen kann.
FORCHHEIM - Wenn die Musik in den Magen geht und die Bässe trommeln, dann zieht sich Alexander Taran zurück. Auch wenn er Musik gerne mag - aber das ist nicht seine Welt. Schließlich will er sich mit den Leuten unterhalten und nicht schreien müssen.
Vor allem dann, wenn er Bekannte trifft, die er das ganze Jahr über nicht sieht, legt er Wert auf eine angenehme Atmosphäre. Taran findet sie am Eichhorn-Keller. Da ist er mittendrin und hat doch genug Raum: «Bei mir muss nicht der Teufel auf dem Tisch tanzen», sagt Taran.
Das Annafest jedenfalls sei für ihn schon etwas Besonderes. Beruflich und privat hat er damit zu tun. Ganz genau kennt er den Baumbestand rund um das Annafest: Um 8 Uhr macht er seinen Kontrollgang und überprüft Äste, Bäume und Zäune. Und auch privat führt kein Weg am Annafest vorbei. Wenn Taran einmal pausieren wollte, müsste er sich verstecken: Immer kommen Freunde und sagen: «Hey, gibst du mir ein Bier aus?»
Der Eichhorn-Keller ist fester Schankplatz seit 1766 mit schlichten Tischen, die auch außerhalb des Annafestes abends immer voll besetzt sind. Beim Kapuziner-Wirt, wie der Keller früher hieß, trifft man, was in Forchheim Rang und Namen hat. Das «Aachhörnla» ist eine Oase für das Picknick mit der Familie und mit Freunden.