Metzger und Stadtrat Manfred Mauser übernimmt ganzjährig Bewirtschaftung
FORCHHEIM - Der Kaiser-Keler im Kellerwald soll wieder im neuen Glanz erstrahlen. Pläne für eine Generalsanierung der als «Naturfreundekeller» bekannten Wirtschaft wurden dem Bauausschuss vorgelegt.
Neuer Wirt auf dem Kaiser-Keller wird Manfred Mauser, Metzgermeister aus Forchheim und als Freie-Wähler-Stadtrat bekannt. Sanieren wird den an einigen Stellen maroden Keller die Fritz Schneider GmbH, eine Nachfolgegesellschaft des ehemaligen Brauhaus Forchheim. «Wenn alles klappt, machen wir an Ostern auf», sagte Mauser gegenüber den NN.
Neue Stützmauern
Alle drei Ebenen des Kellers werden saniert. Die Schäden an den Stützmauern werden behoben, es werden neue, Trockenmauern gebaut. Die Betonflächen werden verschwinden. Stattdessen soll Splitt als Oberfläche aufgeschüttet werden.
«Der Kaiser-Keller ist eigentlich einer der schönsten Forchheimer Keller», meint Mauser. Diese gute Tradition will er wieder beleben. Das Gasthaus bietet Platz für 60 Gäste. Der Keller soll auch im Winter bewirtschaftet werden, warme Küche inklusive.
Branche im Wandel
Mit seiner neuen Rolle geht bei Mauser eine stille Geschäftsübergabe einher. Sein Sohn wird sich um das angestammte Ladengeschäft in der Altstadt kümmern, er und seine Frau um die Kellerwirtschaft. Mauser sieht seine Branche im Wandel und verweist auf die Umbaupläne seines Kollegen Frank (wir berichteten): «In der Innenstadt wird es ruhiger, das klassische Metzgergeschäft geht zurück.» Die Ausschussrunde jedenfalls wollte Mausers keine Steine in den Weg legen. Nach kurzer Diskussion wurde auch gebilligt, dass statt einem Holzgeländer ein eleganteres Edelstahlgeländer verwendet wird. Nur «Splitt», das sah Alexander Taran, Stadtförster a. D. und nun «Wald-Berater» der Kommune, gar nicht gerne. Die Räte ließen sich belehren: Im Kellerwald wird komischerweise überall «Odenwaldsand» verwendet. Der soll es auch auf dem Kaiser-Keller sein.