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Das Hebedanzbier frisch gekühlt ein Traum, eben so die fränkischen Bratwürste die vom Schwenkgrill auf diesem Keller angeboten werden ein Traum, macht weiter so, wir kommen wieder.
Da geht man jedes Jahr brav zum Annafest, kennt jeden Maßkrug und alle Kellerwirte mit Namen, denkt, da kann einem keiner mehr was erzählen. Und dann kommen die Nordbayerischen Nachrichten daher. Präsentieren die Lieblingsplätze der Lokal-Prominenz und haben den Anspruch den einen oder anderen Geheimtipp für ihre Leser herauszukitzeln oder vielleicht eine neue Sicht auf altbekannte Plätze. Mal sehen, ob es klappt. In Teil 1 durfte Bierkönigin Nicole I. ran.
FORCHHEIM - Lange überlegen muss Nicole I. nicht: «Der Schlössla-Keller», sagt die 30-Jährige spontan, als sie im Büro in Nürnberg mit der Frage überrascht wird. Der Keller ist ihre zentrale Anlaufstation beim Annafest. Dort trifft sie garantiert immer ein paar Freunde. Punkten kann der Schlössla-Keller bei der Bierkönigin auch wegen der Lage.
«Die Bühne ist ein bisschen in den Wald gerückt. Überhaupt ist alles nicht so gedrängt, sondern großzügig gestaltet.» Das heißt aber noch lange nicht, dass Nicole I. den ganzen Abend auf dem Schlössla-Keller weilt. Sie sei kein großer «Sitzer», sagt sie über sich. Locken können Kellerwirte Ihre Bierhoheit mit der richtigen Musik. «Appendix» zum Beispiel. «Ich gucke mir das Musikprogramm an, und wo gerade gespielt wird, was mir gefällt, da gehe ich hin.»
Der älteste Keller des Forchheimer Kellerwalds, 1609 zum ersten Male erwähnt, ist der größte Treffpunkt der Jugend auf dem Annafest. Erst Anfang der 80er Jahre, nach langem Dornröschenschlaf, hat Uwe Koschyk als dritter Wirt den halbrunden Biergarten wiederbelebt. Vor allem das Musikangebot zieht das jugendliche Publikum zum Schlößla-Keller.