Wo ist das Annafest am schönsten? Dort, wo am meisten Halligalli ist, oder dort, wo es ein wenig ruhiger zugeht? Diese Frage muss jeder Annafest-Besucher für sich selbst beantworten. In Teil 2 der Lieblingsplatz-Umfrage verrät Helmut Dittrich, Vorsitzender der königlichprivilegierten Hauptschützengesellschaft, wo er sich besonders gern aufhält.
FORCHHEIM - Helmut Dittrich weiß ganz genau, wo er das findet, was er sucht: Im Fritz-Schneider Keller, «links rauf zwischen Greif-Keller und Winterbauer», beschreibt er den Weg. Dittrich erfreut sich vor allem daran, dass es hier etwas ruhiger zu geht. Die Musik dringt an diesem Platz nur aus der Ferne an sein Ohr und das schätzt der Vorsitzende sehr. Kein Gedrängel, kein Geschubse, kein Gegröle - hier ist Dittrich ganz Mensch, hier will er sein.
Seit mehr als 30 Jahren schon sucht er immer wieder Auszeiten im Fritz-Schneider-Keller. Als Ausgleich zum großen Trubel, der bei der Preisverleihung der Schützen herrscht. Trotzdem erlebt er jedes Jahr das Annafest in seiner ganzen Länge: «Ein Rundgang von oben bis unten ist natürlich Pflicht», sagt Dittrich.
Der Fritz-Schneider-Keller stammt noch aus den Zeiten, als Heinrich Rittmeyer in der Hornschuchallee Bier braute. Der Keller kam später in den Besitz der Brauerfamilie Schneider, die vor vier Jahren ihr Sudhaus stillegte. Nutznießer dieser Aktion ist das mittelfränkische Brauhaus Wolfshöhe in Neunkirchen am Sand. Das Brauhaus Forchheim überließ den Biersiedern aus dem Nürnberger Land die meisten Keller im Wald.