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Wir waren zum zweiten Mal zum Mittagsmenu dort. Beim ersten Mal waren wir sehr zufrieden. Alles lecker und reichhaltig und nicht viel los. Beim zweiten Besuch war das leider anders. Durch viele Gäste haben wir ewig auf frisches Sushi gewartet, das Entengericht blieb lange leer und neue Getränke wurden auch nicht angeboten. Zumal die Bedienung auffällig schlecht gelaunt war. Schade, das Ambiente finden wir nämlich nach wie vor sehr schön und das Essen, wenn dann mal da, ist auch lecker. Also hoffentlich wird es beim nächsten Mal wieder anders.
Nach längerem wieder ein Besuch im Sapa: Ziemlich schlecht besucht war‘s - wenn der Service immer so "freundlich" ist wie gestern, dann ist das auch kein Wunder. Die Bestellung wurde ohne weitere Kommunikation notiert, das Essen wortlos serviert, Frage nach weiteren Getränkewünschen Fehlanzeige. Der Speisekarte sieht man das Alter auch an. Die Vorspeisen Winterrolle mit Makrele gut, die Frühlingsrollen mit Gemüse weitgehend neutral. Die Hauptgerichte gut, aber mehr nicht. Bei diesen Preisen und dem gebotenen Service so schnell nicht mehr...
Nach 2 Wochen Mch hätten wir wohl diesen Tag besser auch dort ausklingen lassen sollen. Beispielsweise bei Fisch-Witte. Deren Motto "if it swims we habe it" zeigt gleichzeitig die Klasse bei einfachsten Fischbrötchen an der Verkaufstheke als auch bei den exquisiten Fischvariationen im kleinen (immer vollen) Restaurantchen. Wir sind aber im Sapa gelandet!!! Spärlich besucht war‘s. Der Situation voll angepasst unser Kellner, der im Zeitlupentempo und irgendwie schwebend (wirklich!) uns aus dem Weg schwebte. Für so viel Können und unserer Wiederentdeckung der Langsamkeit (oder heißt das heute Entschleunigung?) geben wir einen Extrapunkt. Die verschmutzen Speisenkarten seien am Rande erwähnt, denn deshalb haben wir uns zum Mittagsmenue hinreißen lassen. Dies bestand dann aus chinesischem überschaubaren Einerlei mit unterdurchschnittlichen Qualitäten. Nem cuon thit bo (2 Herbstrollen) waren halbwegs o.k., Nem tom ran (2 Frühlingsrollen) fetttriefend. Den modernen sanitären Anlagen hätten einer Reinigung gut getan. Das Innere erinnerte an das japanische Sushi Glas oder Hiro Sakao, nett gemacht mehr aber auch nicht. Fazit: Danke das war‘s ...
Wir sind mit viel Skepsis zum Mittagsbuffet gegangen und waren dann positiv überrascht. Zwar fand ich die dreimalige Frage nach meinem Getränkewunsch vor dem Hinsetzen einigermaßen penetrant, aber das Essen war für den Preis (7,80 €) ein schönes Angebot. Ich habe mich auf Fischsuppe, Nem, Sushi und Obst beschränkt, die ich sehr schmackhaft fand. Rindfleisch und Ente standen wohl schon länger und die echten Geschmacksexplosionen fehlten, aber reichhaltig und handwerklich gut gemacht war es allemal. Und das Ambiente ist für mich ein echtes Highlight.
Bin mit einer Freundin dagewesen, die das Restaurant gut findet. Ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht. Leider absolut kein Vergleich mit dem Saigon in Mögeldorf. Die frischen Kräuter im Sapa waren auf Koriander beschränkt; das Schweinefleisch fett und wenig gewürzt. Und den Eisbergsalat fand ich total daneben...
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Man hätte es ahnen können: Wenn die Besitzer der beiden «Hiro Sakao»-Restaurants ein neues Projekt anpacken, wird es klasse. Die Familie Nguyen stammt ursprünglich gar nicht aus Japan - sondern aus Vietnam. Folglich ist das neue Projekt «SAPA» ein «Vietnamese», vertritt damit die in Deutschland wohl am meisten unterschätzte Nationalküche Asiens.
Vietnamesen kochen nicht zuletzt deshalb so abwechslungsreich, frisch und lecker, weil das Land fruchtbar ist und viele gute Lebensmittel und Aromen hervorbringt - Nein: Im Laufe der wechselvollen Geschichte sind hier viele Fremde Nationen (unter anderem als Besatzer) durchmarschiert. Und das hat auch in den Küchen seine Spuren hinterlassen. Vor allem das Erbe der Franzosen ist noch deutlich zu spüren - und zu schmecken.
So viel zur Theorie. Die wird im «SAPA» wunderbar mit Leben erfüllt. Das beginnt mit Frühlings-, Sommer- oder Herbstrollen (wir testeten letztere mit zwei verschiedenen Dipps für 4,20 Euro), die hier mal nicht frittiert, sondern als quasi «rohe» Reisteigrollen serviert werden. Drin ist eine superleckere Mischung aus Fleisch, Gemüse, Reisnudeln und Kräutern. Schmackofatz!
Die Hauptgerichte wählt man dann nach der Hauptzutat, es gibt Schwein, Rind, Huhn, Ente oder Fisch. Das Huhn mit (nur ganz kurz gegarten) Zwiebeln, Ingwer und Chili für 11,50 Euro war butterzart und genau auf den Punkt abgeschmeckt - übrigens das einzige «scharfe» Gericht auf der Karte. Man braucht hier also wirklich keine Berührungsängste zu haben.
Das Ambiente im «SAPA» ist wie schon vom Fürther «Hiro» gewohnt äußerst edel und stylish, ohne steril zu wirken. Wer alleine kommt, kann auch an der Bar Platz nehmen und in der kurzen Zeit, die man aufs Essen wartet, das riesige Meerwassser-Aquarium anschauen. Das Service-Personal ist übrigens die Freundlichkeit selbst und äußerst zuvorkommend. Nette Details am Rande: In der Speisekarte steht ausdrücklich, dass die Küche keine Geschmacksverstärker oder sonstige künstliche Zusätze verwendet, und einen (wenn auch kleinen) mit einer Schranke abgetrennten Parkplatz gibt´s direkt vor dem Haus.
Man kann es also wirklich nicht anders sagen: Der kulinarische Himmel scheint tatsächlich in Vietnam zu liegen - ersatzweise in der Regensburger Straße in Nürnberg.